Ein klarer Himmel, leichter Rückenwind – perfektes Flugwetter für unser nächstes Ziel: Dessau EDAD.
Schon der Name weckt in Pilotenohren Erinnerungen an große Luftfahrtgeschichte, denn hier begann einst das Zeitalter der modernen Flugzeuge. Unser heutiger Ausflug steht ganz im Zeichen dieser Geschichte – mit einem Besuch im Technikmuseum Hugo Junkers, das nur wenige Minuten vom Flugplatz entfernt liegt.

Gegen Mittag landen wir in Dessau. Das Rollen über die Asphaltbahn endet direkt vor dem kleinen Tower.
Nach dem Aussteigen meldet sich sofort der Hunger. Gut, dass wir unsere Fahrräder dabeihaben – so wird die kleine Stadterkundung zum Teil des Erlebnisses. Wer ohne Rad anreist, kann übrigens bequem einen Leihwagen direkt am Flugplatz nutzen.

Die Strecke in Richtung Stadt führt auch gleich zum Museum. Etwa 2,5 Kilometer sind es vom Flugplatz zum Ziel – mit dem Fahrrad sind das gemütliche acht Minuten, zu Fuß rund eine halbe Stunde. Unterwegs entdecken wir einen Penny-Markt mit der Bäckerei Meiling dahinter – ein einladendes kleines Café mit frischen Backwaren und freundlicher Atmosphäre (www.baeckerei-meiling.de). Für den kleinen Hunger ideal, aber uns stand der Sinn nach etwas Herzhaftem. Nur wenige Straßen weiter, in der Kühnauer Straße 71, lockt der Mittagsimbiss Rondel mit frisch gekochten Gerichten. Zwischen 11 und 14 Uhr gibt es hier täglich wechselnde, deftige Mittagsangebote – perfekt, um sich vor dem Museumsbesuch zu stärken.

Gut gelaunt und satt radeln wir die paar hundert Meter zurück zum Technikmuseum Hugo Junkers. Gleich zu Beginn wartet ein besonderes Highlight: ein virtueller Raumflug zum Mond. In einem realitätsnahen Erlebnisraum heben wir scheinbar ab – hinein in die unendlichen Weiten des Alls. Ein faszinierendes Gefühl, das gleichzeitig den Pioniergeist Junkers’ widerspiegelt: immer ein Stück weiter träumen, fliegen, forschen.

Als wir „wieder landen“, erkunden wir die Ausstellung – von historischen Triebwerken bis zur imposanten JU 52, deren echte Dimensionen man erst begreift, wenn man direkt darunter steht.


Nach dem Rundgang zieht es uns noch zur Bäckerei Meiling auf ein Stück Kuchen und einen Kaffee. Es sind nur zwei Minuten mit dem Fahrrad oder fünf zu Fuß – genau richtig, um das Gesehene Revue passieren zu lassen. Hier, zwischen Duft von frischem Gebäck und dem Summen kleiner Gespräche, klingt unser Besuch in Dessau gemütlich aus.
Zurück am Flugplatz Dessau EDAD begrüßt uns der Türmer mit einem freundlichen Lächeln und einem kurzen Plausch über dies und das. Dann heißt es: Motor an, Startfreigabe, Take-off bei Sonnenschein.
Der Heimflug führt uns über Ferropolis, die beeindruckende „Stadt aus Eisen“ bei Gräfenhainichen – nur wenige Minuten Flugzeit östlich von Dessau. Von oben wirkt die Szenerie fast surreal – riesige Braunkohlebagger auf einer Halbinsel mitten im Seen und grüner Landschaft.

So endet unser Ausflug – ein Tag voller Eindrücke zwischen Technik, Geschichte, Natur und einem kleinen Flug „zum Mond“. Wer Dessau anfliegt, erlebt einen Ort, der Luftfahrtgeschichte atmet – und zugleich zeigt, wie schön Flugreisen im Kleinen sein können.
Unbedingt zum Selbsterfliegen empfohlen.
